Facebook vs News Corp

Diese Woche startetet fĂŒr Technews geradezu lahm, nahm dann aber gehörig Fahrt auf. Und damit: Hallo zum allerersten eicker.Report !


Facebook vs Australien oder doch eher Facebook vs Rupert Murdoch - das war eine der großen Fragen und Diskussionen der Woche, die uns ganz sicher noch eine lange Zeit begleiten wird. (Ich habe in diesem Punkt jedenfalls von einem Tag auf den anderen meine Ansicht geĂ€ndert.)

Dass Facebook mit dem Blocken von Medieninhalten in und aus Australien tatsĂ€chlich das Richtige macht, stand fĂŒr mich von Anfang an außer Frage, denn eine Linktax (oder auf Deutsch: ein Leistungsschutzrecht) ist schlicht eine Katastrophe fĂŒr das Internet - und fĂŒr “kleine” Medienanbieter und Journalisten ganz besonders.

Aber tatsĂ€chlich geht es hier nicht um Australien: Australien hat sich vielmehr von der News Corp vor den Karren spannen lassen und macht eine desaströse Netzpolitik fĂŒr den Mediengiganten Rupert Murdoch.

Und Facebook? Facebook verteidigt gerade, so verrĂŒckt das auch klingen mag, das offene Web und Netz - weil es daran in diesem Fall ein ureigenes Interesse hat. Und dabei sollten wir Facebook unterstĂŒtzen, ob wir Mark Zuckerbergs Unternehmen nun mögen oder nicht, spielt insofern schlicht keine Rolle:

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Dass mehr DSGVO-Bußgeldbescheide auf deutsche Unternehmen einprasseln wĂŒrden, war vermutlich den allermeisten klar. Viel mehr Sachbearbeiter·innen bei den Datenschutzbehörden der BundeslĂ€nder ließen die Bescheide in 2020 um 60% zunehmen. Und das dĂŒrfte wohl auch in 2021 so weitergehen - und vermutlich immer hĂ€ufiger auch KMU treffen.

Fake Amazon Reviews kann man laut der BBC schon fĂŒr ÂŁ8 kaufen - wenn man gleich 1.000 StĂŒck abnimmt. Und das machen wohl besonders gerne die DritthĂ€ndler des Amazon Marketplace. Wer blind nach Reviews kauft, wird - trotz aller Content-Moderation durch Amazon - auch zukĂŒnftig sicher immer wieder enttĂ€uscht werden.

Die einzig kontroverse Frage zum Wochenanfang war die nach einem Location-Based-Pay? Und in der Tat: die ersten Unternehmen haben bereits angekĂŒndigt, Mitarbeiter·innen im (Dauer-)Homeoffice, die in gĂŒnstigere Gegenden umziehen, niedriger zu vergĂŒten. Dies dĂŒrfte eine durchaus logische Konsequenz fĂŒr viele Remoteworker werden. Allerdings: Wo der Wettbewerb besonders hoch ist, lĂ€sst sich kaum mit lokal niedrigen Marktpreisen argumentieren - oder vielleicht doch?

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